Die Studie „Almwirtschaft und Tourismus: Konfliktpotential“ vom Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung, soll helfen, die Mensch-Rind Beziehung auf den Almweiden zu entschärfen. Siehe aktuelle Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien
Ein zentrales Ergebnis ist, dass große Herden nicht grundsätzlich aggressiver sind als kleine. Entscheidend für das Verhalten der Tiere sind vielmehr die soziale Organisation innerhalb der Herde, die Gruppenzusammensetzung sowie Haltungs- und Managementfaktoren. Sozial stabile Herden mit gefestigten Beziehungen zwischen den Tieren zeigen tendenziell ruhigere und besser koordinierte Reaktionen auf Störungen.
Neu ist auch die Erkenntnis, dass nicht nur sichtbare Reize, sondern gleichzeitig akustische (Bellen, Bewegung) und olfaktorische Reize problematisch sind. . Die Untersuchungen zeigen, dass Hunde- und Wolfsgerüche bei Rindern starke Furcht- und Stressreaktionen auslösen können. Der Geruch eines Hundes erwies sich dabei als einer der stärksten Einflussfaktoren auf das Verhalten der Tiere. Dies könnte erklären, warum Konfliktsituationen auch dann weiter bestehen können, wenn ein Hund bereits außer Sichtweite ist.
Auch ist nicht jedes Geräusch problematisch, doch lautes, abruptes oder anhaltendes Geräuschverhalten – insbesondere in Kombination mit Hunden – kann die Aufmerksamkeit von Rindern stark auf sich ziehen und Annäherungsreaktionen begünstigen. Empfehlungen sollten daher weniger auf „Angstvermeidung“ bei Kühen abzielen, sondern auf die Reduktion unnötiger akustischer Reize, etwa durch ruhiges Verhalten, das Vermeiden von Rufen und das enge Führen von Hunden.
Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse, dass vor allem das Zusammenspiel von visuellen, akustischen und olfaktorischen Reizen auf Almweiden zentrale, oft unterschätzte Faktoren für das Entstehen von Interaktionen zwischen Menschen und Rindern sind.
Die Empfehlung des Studienautors ist, dass in unmittelbarer Nähe von Rindern, insbesondere Mutterkühen mit Kälbern, ein großräumiges Umgehen der Herde erfolgen sollte.
Diese Information wurde von den Naturfreunden schon im Jahr 2018, im Folder „Weidetiere auf Almen“ so publiziert.
Siehe unter: https://www.naturfreunde.at/files/uploads/2018/06/Naturfreunde_Folder_Weidetiere_WEB.pdf
Verfasst von Doris Zucalli
Mächtige umweltschädliche Industrien und politische Gruppen mit Eigeninteressen sind auf der Mission Umweltgesetze abzubauen - unsere Gesundheit und Zukunft gegen ausländischen Profit und Macht zu tauschen.
Diese rücksichtslosen Angriffe gefährden unseren Zugang zu sauberem Trinkwasser, erschwinglichen Lebensmitteln, sauberer Luft und erhöhen die Verschmutzung im Zusammenhang mit Krebs, Atemwegserkrankungen und anderen ernsthaften Gesundheitsrisiken. Wenn der Schutz der Natur geschwächt ist, leidet jeder. Ohne Ausnahme.
Deshalb haben Naturschutzorganisationen vom Europäischen Umweltbüro die Petition HandsOffNature gestartet.
Wir brauchen dich jetzt zu handeln und deine Stimme! Wir fordern, dass die europäischen Staats- und Regierungschefs die grundlegenden Gesetze verteidigen, die Menschen und Natur dienen, nicht den Interessen der Umweltverschmutzer.
Ich bitte euch, diese Petition zu unterzeichnen: https://www.cipra.org/en/news/when-nature-loses-we-all-lose
LG aus Dornbirn
Doris Zucalli