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#Vorarlbergensia: Vorarlberger Tanzlust

Berühmt wurde das 1962 verfügte Verbot des Twist-Tanzens, was damals sogar den ÖVP-Unterrichtsminister spotten ließ, dass Vorarlberg "vom Misthaufen aus" regiert werde. Weniger bekannt hingegen ist, dass das Twist-Verbot in einer direkten Linie zum Vorarlberger Swingverbot des NS-Gauleiters Hofer aus dem Jahre 1939 führt.

 

Hopser und Twist. "Tanz, das war bei uns immer etwas, dem der Makel des – sagen wir es einmal ganz offen – des Sündhaften anhing." (Volksliedarchivar Josef Bitsche, 1961). Die Musikwissenschaftlerin Annemarie Bösch-Niederer, Leiterin der Musiksammlung des Vorarlberger Landesarchivs, hat sich dem Tanz in Vorarlberg in wissenschaftlicher Weise genähert. Dass es nicht nur sündhaft zuging, wie es der Amtsschimmel noch bis ins 20. Jahrhundert vermutete, wird eindrücklich belegt.

 

Und als 1819 die Monarchie eine Sammlung von Volksliedern und Tänzen anlegen wollte, da wurde aus Bregenz vermeldet, dass "auf dem Land auch die so genannten Hoppser nach 2/4 Takt getanzt (werden), welch letztere nicht regelmäßig sind, sondern jeder, der diesen Tanz aussuchet, macht willkürlich und nach seinem Gefallen die Bewegung".

 

Verboten waren in Vorarlberg bis in die 1960er Jahre nicht nur Druckwerke wie "Bravo", "Stern" oder "Quick" und das Tragen von Bikinis. Weit über Österreichs Grenzen hinaus lächerlich machte sich Vorarlberg schließlich 1962, als zwei Bezirkshauptmannschaften das öffentliche Twist-Tanzen in Vorarlberg untersagten.

 

 

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