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Naturfreunde Vorarlberg

Naturfreunde Vorarlberg
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NATURFREUNDE TIPPS

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Ein Themen-Wanderweg durch ein reichhaltigstes und wertvolles Naturschutzgebiet.

Jahresprogramm 2014: Naturfreunde Vorarlberg

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Das Jahresprogramm der Vorarlberger Naturfreunde zum Herunterladen.

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Ein Naturfreunde-Umweltprojekt von Kindern für Kinder!

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© Wikimedia

Winterharte Kakteen

Manche Kakteenarten gedeihen auch im Winter nicht nur auf dem Fensterbrett.

Kakteenfreunde wissen, dass man bereits im Herbst das Gießen langsam einstellt und es im Winter total sein lässt. Die eine Ausnahme: Kakteen, die auf einem Fensterbrett über der Wohnzimmerheizung stehen, sollten ungefähr einmal im Monat ein klein wenig Wasser bekommen.


Amerika. Selten bekannt ist aber, dass es sowohl frostfeste wie auch wirklich winterharte Kakteensorten gibt. Als "Wüstenpflanzen" meint man sie nur in heißen Gefilden zuhause. Doch das natürliche Vorkommen der Kakteen ist - mit Ausnahme der Gattung Rhipsalis - zwar auf den amerikanischen Kontinent beschränkt, dort erstreckt sich ihr Verbreitungsgebiet jedoch vom südlichen Kanada bis nach Patagonien in Argentinien und Chile. Das sind durchaus auch Regionen mit kalten Wintern und europäischen klimatischen Bedingungen vergleichbar. Freilich die größte Dichte an Kakteenvorkommen findet man in den Gebieten um den nördlichen (Mexiko) und südlichen Wendekreis (Argentinien/Bolivien).

 

Kakteen besiedeln keineswegs nur unsere TV- und Wildwest-Wüsten, sondern die verschiedensten Lebensräume, von Tiefebenen bis zu Hochgebirgen, von Tropischen Regenwäldern über Steppen und Halbwüste bis zu Trockenwüsten. Allen Lebensräumen ist gemein, dass das zum Überleben notwendige Wasser nicht ganzjährig, sondern nur saisonal zur Verfügung steht.


Anpassungsleistung. Regionen in denen Kakteen gedeihen haben geringe Niederschläge bei häufig heißen Sommern gemeinsam, oft aber auch sehr kalten Wintern. Die winterharten Arten vertragen, manchmal bis – 20 °C! Dafür hat die Evolution spezielle Anpassungen geschaffen, wie überhaupt die Kakteengewächse mit einem Alter von wenigen Millionen Jahren als relativ junge Pflanzenfamilie gelten, von ihr sind keine fossilen Funde bekannt. Innerhalb dieser in der Erdgeschichte kurzen Zeitspanne haben die Kakteen eine schnelle Entwicklung zu extrem spezialisierten Pflanzen durchgemacht. 

 

Für einen Kaktus, der bis zu 97 Prozent aus Wasser bestehen kann, bewirkt ein Gefrieren der Zellen normalerweise, dass diee Platzen, denn gefrorenes Wasser dehnt sich bekanntlich aus. Je weniger Wasser der Organismus enthält, desto geringer ist die Gefahr zu erfrieren. Einige Kakteen verlieren daher vor dem Winter Wasser und schrumpfen sehr deutlich. Deshalb stellt der kakteenfreund auch im Winter das Gießen gänzlich ein. Als eine klassische Strategie gegen das Gefrierplatzen setzen die winterharten Kakteen eine höhere Konzentration von Zucker im Zellsaft ein. Dieses "Frostschutzmittel" setzt den Gefrierpunkt  herab. 

 

Letzte Aktualisierung 8.4.14