Hier bitte gewünschtes Portal auswählen:
Sie befinden sich am Portal
Naturfreunde VORARLBERG

Naturfreunde VORARLBERG
Günter Griesser Landesgeschäftsführer, Manuela Kreil Sekretärin
Dr. A. Schneider Straße 19
6900 Bregenz
Tel: ++43 (0)5574 45781
Email: vorarlberg@naturfreunde.at
ZVR: 944939968

NATURFREUNDE TIPPS

Naturfreund 2/2013

Cover_1.jpg
Das Frühlingsheft lockt mit dem Bike in die Natur und hat auch sonst jede Menge tolle Freizeittipps zu bieten!

Lage- und Evaluierungsbericht 2012 für das BMWFJ

Padasterjochhaus3.jpg
Die Naturfreunde stellen für die alpine Infrastruktur in Österreich 170 Schutzhütten und 15.000 Kilometer Wander- und Bergwege, sowie Klettersteige zur Verfügung. Sie alle werden von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen mit großem Arbeitseinsatz erhalten.

Kids for Nature!

Titelbild_Kid_for_Nature.jpg
Ein Naturfreunde-Umweltprojekt von Kindern für Kinder!

NaturaTrail Hegau

Bild_Naturatrail.jpg
Heinrich Weber - Natura Trail Hegauvulkane – Landschaft geschaffen aus Feuer und Eis

Folder "Eine strahlende Zukunft mit Atomkraft? NEIN, DANKE!"

SetHeight425-081015NFIAtomkraftCover.jpg
Dieser Folder stellt Pro-Atomkraft-Argumente den Fakten gegenüber. Jetzt kostenlos anfordern.

Skihelm macht Sinn: Nicht nur für Kinder!

Wer Köpfchen hat, der schützt es.

Dass Helme vor Kopfverletzungen beim Skifahren und Snowboarden schützen, gilt als hinreichend erwiesen. Zu diesem Schluss kommen auch Sportmediziner der Universität Innsbruck im  British Medical Journal. Ihr Überblick über jüngste wissenschaftliche Studien zum Thema verdeutlicht, dass die Vorteile des Helms mögliche Nachteilen bei weitem ausgleichen.

Helm tragen macht für alle Altersklassen Sinn, nicht nur bei Kindern und Jugendlichen.  Die Forschungsgruppe um Univ.-Prof. Dr. Martin Kopp am neu eingerichteten Lehrstuhl für Sportpsychologie am Institut für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck weist darauf hin, dass das Kopfverletzungsrisiko auf der Piste beim Verwenden eines Helms signifikant um 35 Prozent für alle Alterklassen bzw. um 59 Prozent für Kinder unter 13 Jahren sinkt. Der Kopf ist bei zehn Prozent aller Skiunfällen auf Österreichs Pisten involviert. Ursache für Kopfverletzungen auf der Piste sind laut einer großen US-Studie zu 70 Prozent selbstverschuldete Stürze, ansonsten Kollisionen mit anderen Skifahrern oder mit Objekten.

Helmquote. Die Schweiz und Österreich sind weltweit die beiden Vorzeigeländer, was die Helmquote betrifft. Die Schweiz erreicht bereits 95 Prozent bei den Unter-17-Jährigen und 75 Prozent insgesamt, in Österreich liegt man bei rund 92 Prozent bei Kindern bis 15 Jahre und 69 Prozent aller Pistenbenützer.

Helmmuffel. Davon können andere Länder wie die USA mit 50 Prozent nur träumen. Helmverweigerer gibt es in den Alpen am ehesten noch bei der älteren Generation. Als Grund gegen den Helm werden häufig eine erhöhte Risikobereitschaft, Einschränkungen beim Sehen und Hören sowie ein höheres Nackenverletzungsrisiko bei Kindern genannt. Die meisten dieser Argumente sind jedoch subjektiv und können durch Studien widerlegt werden.

Internationale Studien. So zeigten Untersuchungen am Institut für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck, dass risikobereite Wintersportler zwar im Durchschnitt 8 km/h schneller auf der Piste unterwegs sind als vorsichtige, allerdings beide Gruppen zu rund 60 Prozent einen Skihelm tragen. Helme sind besonders unter erfahrenen Skifahrern weiter verbreitet.

Eine weitere Studie, die im März 2011 im medizinischen Fachjournal Wilderness & Environmental Medicine veröffentlicht werden soll, zeigt, dass sich das Tragen eines Skihelms nicht negativ auf die individuelle Reaktionsbereitschaft auf periphere Reize auswirkt. Beeinträchtigungen der Reaktionsgeschwindigkeit zeigten sich interessanterweise durch das Tragen von Skibrillen. Hier ortet Mag. Dr. Gerhard Ruedl vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck ein Optimierungspotenzial. Groß angelegte Studien aus Kanada konnten zeigen, dass sich durch das Tragen eines Helms Nackenverletzungen bei Kindern nicht erhöhen. Einzig wird das Hörvermögen in einem gewissen Frequenzspektrum durch einen Helm etwas eingeschränkt, wobei Warnrufe allerdings dennoch gut hörbar sind, wie eine andere -  kroatische  - Studie herausfand.